Was Suchmaschinen
(von Ihrer Seite) wollen
Wovon leben eigentlich Google und Co?
Suchmaschinen leben davon, dass Millionen Menschen ihre
Suchbegriffe bei ihnen eintippen. Danach blenden Suchseiten über oder neben den
eigentlichen Suchergebnissen
passende Werbung zum Suchbegriff ein. Wer mit dem Begriff "Mallorca" sucht,
bekommt z.B. Anzeigen von Reiseveranstaltern oder Reisebuchverlagen. Klickt ein
Surfer auf eine solche Anzeige, kassiert die Suchmaschine dafür ein paar Cents. Die wiederum summieren sich bei Millionen Klicks am Tag zu gewaltigen
Summen.
Menschen nutzen Suchseiten aber nur dann, wenn sie
glauben, dass sie hier gute Suchergebnisse bekommen. Liefert eine Suchseite
dauerhaft Müllseiten als Suchergebnis, werden die Kunden (langfristig) abwandern.
Wenn mich also Yahoo häufiger enttäuscht, suche ich eben mit Google oder Lycos.
Entsprechend hängt das Geschick der Suchmaschinen von der Qualität ihrer
Sucherergebnisse ab. Über deren Qualität wiederum entscheiden die Nutzer.
Somit müssen sich die Betreiber von Suchmaschinen immer wieder neu in den
"Fiktiven Surfer" versetzten und müssen erforschen, was der eigentlich will. Die
eigene Bewertungstechnik müssen sie so justieren, dass genau solche Seiten oben
in den Ergebnislisten erscheinen, die Surfer nützlich, hilfreich, interessant
und/oder unterhaltsam finden.
Die Folge: Suchmaschinen verbessern kontinuierlich ihre Bewertungstechnik...
In obigem Sinn verbessert der Suchgigant ständig seine Such- und Bewertungstechnik,
um genau die nützlichen Seiten zu finden und weit oben anzuzeigen. Schrottseiten
hingegen sollen ganz nach hinten in die Todeszone ("Todeszone" = alles ab Seite
5 der Suchergebnisliste. Hier beginnen die unendlichen Weiten des Internet, die
nie eine Mensch betreten hat und betreten wird...).
Bei der letzten großen Aktualisierung im Herbst 2007 hat Google etwa die
Bedeutung des sagenumwobenen Pagerank (PR) gesenkt und offenbar noch mehr
Gewicht auf den Textinhalt einer Seite gelegt.
Ebenfalls senkten die Programmierer bei Google den Wert der Linkpopularity (=
"wie viele Links auf fremden Seiten verweisen auf meine Seite?") zu Gunsten der
On-Site-Faktoren (also im weitesten Sinne die Seiteninhalte). Zudem wurden
Linkhändler abgestraft, die gegen Geld Links zu fremden Seiten auf ihrer eigenen
Seite setzten.
Das Geschrei in der Webgemeinde war zunächst groß, schließlich sank der
Pagerank unzähliger Seiten. Die Ernüchterung folgte kurz darauf. Vor allem
inhaltsstarke Seiten hatten nun zwar einen niedrigen PR; von Google kamen
dennoch mehr Besucher als zuvor (das kann man durch eine Analyse der Logfiles,
das sind interne Protokolle, feststellen).
...um nützliche, hilfreiche und interessante Seiten oben zu listen...
Die wesentliche Schlussfolgerung ist auf den ersten Blick ebenso überraschend
wie paradox: Suchmaschinen honorieren gar keine suchmaschinenoptimierten Seiten.
Es ist also nur sehr kurzfristig sinnvoll, eine Seite stur auf die aktuellen
Bewertungsverfahren der Suchmaschinen zu optimieren. Die Betreiber von
Suchmaschinen überprüfen laufend ihre eigenen Verfahren. Wenn diese ihren Zweck
nicht mehr erfüllen, werden sie eben geändert. Alle Seiten, die dem hinter her
gehechelt sind, fallen dann hinten rüber.
Langfristig müssen Suchmaschinen Seiten ganz oben listen, die für Menschen
optimiert sind. Langfristig gesehen ist eine nutzerfreundliche Internetseite
auch suchmaschinenfreundlich. Denn Suchmaschinen müssen - ja, MÜSSEN - genau
diese Seiten ganz oben listen.
Sie hängen schließlich davon ab, dass ihre eigene Such- und Analysetechnik
bei einer Anfrage Seiten ausspuckt, die ein Mensch nützlich findet.
Sonst bleiben die Nutzer weg.
Und damit die Einnahmen.
Menschen machen Suchmaschinen reich!
...und keinen suchmaschinenoptimierten Schrott
Linktauschlisten, Bannerfriedhöfe, Linkfarmen, Doorwaypages, Blinder Text,
Metatag-Spamming...
Das ist eine kurze und unvollständige Aufzählung allerlei Methoden aus dem
Werkzeugkasten vieler Suchmaschinenoptimierer. All diese Techniken waren (und
sind mit Einschränkungen immer noch) durchaus erfolgreich.
All diese Techniken haben gemeinsam, dass sie den Nutzwert einer Seit nicht
erhöhen, aber teilweise sogar erheblich senken. - Denken Sie etwa an wirre
Seiten, ohne erkennbares Thema und ohne sinnvollen Inhalt mit unzähligen Links
zu allem Möglichen. Sicherlich sind Sie schon über so etwas gestolpert, haben
sich gewundert, was das denn sei - und haben sofort weggeklickt.
Zunehmend strafen Suchmaschinen solche Tricks ab und verbannen entsprechende
Seiten. Selbst die Homepage von BMW hatte Google einige Zeit gesperrt, weil BMWs
Suchmaschinenoptimierer es offenbar etwas zu gut meinten und Google glaubte, man
wolle Google täuschen.
intelligentes Optimieren
Wenn wir das bisher gesagte zuende denken, bedeutet kluges
und sinnvolles Optimieren für Suchmaschinen: gestalte deine Seite nutzerfreundlich und biete deinen
Besuchern eine gute Seite. Das werden Suchmaschinen aller Logik nach honorieren.
Und die Besucher der Seite übrigens auch.
Und um die geht
letztlich.
Internetseiten für Menschen sind langfristig zwangsläufig suchmaschinenoptimert.
GoogleTM und
Google ToolbarTM sind eingetragene Warenzeichen (registered trademark) von Google
Inc.
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